Trainingsstil

Aikido ist ein Weg der ganzheitlichen Entwicklung von Körper und Geist.
Es ist eine gewaltlose moderne japanische Kampfkunst die aus verschiedenen alten
Budo-Schulen (Schwert, Stock, Jujutsu) von Morihei Ueshiba (1883 – 1969) zu Beginn
des 20. Jahrhunderts geschaffen und bis zu seinem Tod weiterentwickelt wurde.
Der Schwerpunkt des Trainings liegt auf  Körper- und Partnerarbeit und führt zur Entwicklung natürlicher,
geschmeidiger Bewegungsabläufe und zu einem ausgeglichenen guten Gesundheitszustand.
Im Training wird durch fortdauernd verfeinerte Wahrnehmung, Entspannung und Koordination
ein friedvoller Zustand der Einheit und Harmonie angestrebt.
Man kann Aikido als dynamisches Zen oder Yoga interpretieren, es hat nicht Zerstörung und Kampf,
sondern Bewahrung und universelle Liebe zum Ziel.
Aikido kennt  keine Wettkämpfe - nur die Auseinandersetzung mit sich und Verfeinerung von sich selbst im Spiegel der Trainingspartner.

Voraussetzungen bezüglich Alter, Geschlecht oder Sportlichkeit gibt es keine!
Jeder kann gemäß seinen körperlichen Voraussetzungen beginnen und bis ins hohe Alter trainieren und besser werden - gesundheitliche Probleme tendieren sich aufzulösen.
Für den Anfang genügt einfache Sportbekleidung (Jogginghose und festes T-shirt), falls vorhanden, ist ein Gi (Judo- oder Karateanzug) sehr geeignet.

Ein Prinzip des Stils ist, daß Anfänger und Fortgeschrittene stets gemeinsam trainieren.
Der Einstieg ins Training ist also jederzeit möglich.

Aikidoka anderer Stilrichtungen sind natürlich ebenso herzlich willkommen unser Training zu bereichern!

Wir trainieren traditionelles japanisches Aikido nach den Vorgaben von Shihan Gérard Blaize (7. Dan), der seinerseits Schüler von Michio Hikitsuchi Sensei (10. Dan, direkt vom Begründer erhalten) war.  Leider hat uns Hikitsuchi Sensei 2004 für immer verlassen. Sinn und Zweck des Trainings hat er uns auch in Form einer schönen Kalligraphie hinterlassen:

Hikitsuchi Kalligraphie - Technik und Herz sind Eines. Die Technik und das Herz sind nur Eines. Ist das Herz nicht stimmig, kann es die Technik nicht sein. Wer die Techniken lernen will, muss sich zuerst intensiv mit dem Herzen beschäftigen.

Gérard Blaize war ursprünglich 5 Jahre lang Hausschüler bei Michio Hikitsuchi Sensei in Kumano (Japan) und dann sein langjähriger regelmäßiger Schüler bis zu dessen Ende und trägt nun seine Lehre als sein Nachfolger weiter.